Das perfekte Dinner – Schlusswort

2010 Februar 2
von annagrassi

Eine Woche voller Spaß und Amusement ist nun rum. Kinder, was haben wir gelacht auf der Couch.

Ab ins Interview - jetzt geht´s aufs Glatteis

Ich musste etwas Eigenartiges feststellen. An 90% der verbalen Ergüsse und garstigen Kommentare meinerseits konnte ich mich gar nicht mehr erinnern. Die Passagen, die sich in mein Erinnerungsvermögen gefräst und mich in Panik bezüglich der Ausstrahlung versetzt haben, wurden gnädigerweise rausgeschnitten. Ich rätsel immernoch,warum man mir in Köln so wohlgesonnen war. Auch die Stimme aus dem off verschonte mich erstaunlicherweise.

Alles im Kasten?

Mit der Beschreibung “lila-lustig” meine Person betreffend kann ich gut leben. Da musste Hauke am Freitag um einiges mehr leiden. Vermute ich. Wobei es mir hier auch nochmal ein Anliegen ist, mich bei Hauke zu entschuldigen. Ich war echt fies. Garstig. Gar abwertend, Tendenz respektlos. Da wurde mal das volle Programm reingeschnitten. Mein

Herein spatziert bei Tine!

Gesichtsausdruck sprach Bände und mehr als tausend Worte. Im Grunde mochte ich Hauke. So wie alle anderen auch. Hauke wollten wir einfach nur necken. Kam aber eine Spur ZU ernst rüber. Gewonnen hat er im Übrigen verdient! Es sah nicht nur lecker aus, sondern schmeckte auch lecker.

Der Crew hats auch geschmeckt :o)

Was mich zu Folgendem bringt. Hier und da habe ich Stimmen gehört, die es als eine Frechheit erachteten, dass ich beispielsweise Thore nur 5 Punkte gegeben habe. 5 Punkte entsprechen der Schulnote 3+ Weiterhin wurden 7 Punkte, was der Schulnote 2+ entspricht und 10 Punkte, was der Schulnote 1+ entspricht, vergeben. Hier ist zu beachten: Was der Zuschauer sieht, ist Bombe. Wie sagte Derekt so schön: “Thore kann setzen” Die Vorstellung der Zuschauer, wie das Essen schmecken könnte, hinsichtlich Zubereitung und Zutaten: Ebenfalls Bombe. Wie es dann aber letztendlich schmeckt, wie gewürzt ist und ob tatsächlich alles harmoniert, ob das Fleisch zu trocken ist oder der Fisch vielleicht roh, kann ausschließlich derjenige beurteilen, der es auch isst. Hinzu kam, dass Thore leider durch Abwesenheit glänzte. Zusammenfassendes Fazit: Punktabzug. Soviel zu meiner Wertung. Hatte ja um Gottes Willen nichts mit Thore persönlich zu tun!

Was ich aber bejahen muss ist, dass ich doch sehr aufgekratzt oder aufgeregt war. Teilweise bin ich mir in der Tat selbst auf den Sack gegangen. Aber eine Sendung abdrehen gehört nun wahrlich nicht zu den 3 routiniertesten Dingen in meinem Tagesablauf.Das Bewusstsein, dass ein ganzer Haufen Menschen in Deutschland vor dem TV sitzen wird, macht es nicht besser. Und 12 Mann, die um den Tisch rumstehen auch eher schlimmer. Ich drücke meine Aufregung nicht in Zurückhaltung aus. Sondern anders. Hat man

ja gesehen, wie.  Wobei ich gen Ende der Woche immer ruhiger wurde. Entweder, weil ich echt auf war, oder ich mich so langsam an die Gegebenheiten gewöhnt hattte. Im übrigen hat mir ein Vögelchen gezwitschert, dass die Quote top war. Was will man mehr!.

Da kann man mal sehen, wie interessant doch ein Haufen angeschossener Kandidaten ist. Bei Thore standen wir beispielsweise den Großteil des Abends auf dem Balkon und haben uns an dem Kasten Bier zu schaffen gemacht.

Und wenn wir nicht auf dem Balkon standen, hat uns Thores Bruder mit Wein versorgt. Bei Hauke sind wir dann schon völlig selbstständig an den Kühlschrank und haben uns bedient. Da saß keiner und hat darauf gewartet, dass der Gastgeber “Service” macht. Sowas gabs bei uns nicht. Eher in dem Stil: “Wo steht das Zeug, wir holen uns, was wir brauchen, bleib Du mal sitzen” Natürlich nur, wenn die Kamera aus war.

Ich bekomme derzeit viele Anfragen über Facebook, StudiVZ, Twitter und Mails über meinen Agentur Account. Ich kann leider nicht jedem antworten. Auch kann ich nicht jeden in meine Freundesliste aufnehmen. Zwar gebe ich hier im Blog und auch über Twitter viel über mich preis, aber bei Facabook und StudiVZ genieße ich noch das bißchen Privatsphäre, das einem in Zeiten von Social Media noch bleibt. Bitte versteht das. Und für alle die, die gerne von mir lesen oder hören und mit mir in “Kontakt” treten wollen, bietet sich alternativ der Blog wunderbar an.

Alles in allem kann ich sagen, dass ich mich jederzeit wieder in das Abenteuer “Das perfekte Dinner” stürzen würde! Ich war unfassbar glücklich zu der Zeit und hatte einen Spaß, der so besonders war, dass es kaum vergleichbar ist.

Drehschluss

Das Leben – Ein Feuerwerk

2010 Januar 28

Der Glückskeks sagte es bereits waise voraus. “A thrilling time awaits you”. Mit einem Abschiedsbrief, der diverse schlechte Erinnerungen und verkorkste Situationen beschrieb, jagte ich das Jahr 2009 mittels Rakete an new years eve zum Mond. Dass das Drecksding unbeschadet wieder vor meinen Füßen landete, konnte keiner ahnen. Es hätte überall landen können. Aber nein – das “Unglück” lies sich nicht so leicht abschießen. Einen kleinen Buschbrand verursachend, konnte ich es dann manuell in Schutt und Asche legen. Das Jahr 2010 hieß ich mit niedergeschriebenen Worten hoffnungsvoll willkommen. Ich bin ein Freak. Und es geht tatsächlich aufregend los. Hilft also. Und nicht nur aufgrund der Ausstrahlung des perfekten Dinners mit der Kieler “wir nerven schon alle damit” Stößchenrunde.

Neben einem Burn-out-Syndrom warten viele neue spannende Projekte, Aufgaben, Jobs und Aktionen auf mich. Vor einem halben Jahr habe ich mich in einer Agentur als Promo-Pusche beworben, um beim Beach-Crossgolfen Schläger-Schwingen beizubringen. Einige Wochen später war ich in einem ganz anderen Gebiet der Pelztiere zu Hause. Internet-Seebärin. Noch einmal durch die Zauberkugel und wiederum kurze Zeit später bereits Koordinatorin im Social Media Bereich. Spannende Projekte stämmen, betreuen und online Reichweite erzeugen. Die Promo-Pusche mach ich trotzdem noch. Man übernimmt sich halt gern. Ab Samstag, 30. Januar bis Sonntag, 7. Februar werde ich im Freibad Katzheide beim Eisfestival der Kieler Bäder GmbH in charge sein.  Da freu ich mich besonders drauf, da die Kommunikation der Projekte der Kieler Bäder zum Teil auch in meinem Verantwortungsbereich liegt. Und wenn es läuft – lacht das Herz.

Auch in meiner Funktion als wissenschaftliche Hilfskraft warten spannende, neue Projekte auf mich.  Hier habe ich die Möglichkeit, mit Dingen, die mir Spaß machen, meine Kompetenzen zu erweitern und die Referenzliste zu verlängern. Wertvolle Zeilen im Lebenslauf.

Nebenbei noch ein paar Klausuren und ein Marktforschungsprojekt und ich werde spätestens in 3 Wochen umfallen. Sollte es auf offener Straße passieren, wäre es nett, wenn sich jemand erbarmt und mich aus der Gefahrenzone raus in irgendeinen Knick rollen würde.

Abgesehen von Spaßfaktor, Lerneffekten und Weiterkommen sorgt das volle Programm aber auch für Zerstreuung. Und DIE werde ich in den nächsten Wochen brauchen. Viele mir lieb gewonnene Menschen, an die ich mich gewöhnt habe, verlassen die Stadt, um wo anders erfolgreich zu sein, ziehen bei mir aus, da die Zwischenmiete ausläuft oder finden nicht mehr bei mir Unterschlupf, da die Pendelei aufgrund eines beendeten Semesters nicht mehr notwendig ist. Niemand von ihnen ist aus der Welt. Dennoch weiter weg. Und eine jeweilige, heiß geliebte Ära geht zuende. Später dazu mehr…

Morgen gibts wieder Fotos, weitere Impressionen und “Rechenschaftsversuche”  bezogen auf die restlichen Tage der “Kieler Stößchenrunde” (langsam nervt selbst mich dieser alberne Spruch) und ein abschließendes Fazit.

Heute wird erstmal ins Essen gehustet. Verdammte Grippe. Sogar kranke Menschen werden durch den Kakao gezogen. Ich werds mit Fassung und einer stark ausgeprägten Selbstironie ertragen müssen. Nützt ja nix.

Ein erstes Fazit – Das perfekte Dinner

2010 Januar 26
von annagrassi

Gestern lief die erste Folge unserer Kieler Dinner Runde. Ich gab den Startschuss. Ich saß unter anderem mit Yvi vor dem Fernseher. Mir war heiß. Mir war kalt. Mir war schlecht. Der erste Schnapps. Fernsehn gucken kann anstrengend sein. Sich selbst zu sehen, noch viel anstrengender. Mein Handy klingelte die ganze Zeit. “Naaaaa?! guckst Du auch Vox?!” Nö. Wieso sollte ich. Hallo?! Natürlich?! Lass mich in Frieden, ich will noch etwas mitbekommen von der Sendung. Zweiter Schnapps. Meine Güte, war ich nervös vor der Kamera. Dieses ständige schlucken gegen die Nervosität. Dieses Rumgehampel. Dieses Gefuchtel. Ständig am Lachen gewesen. Voll auf Droge. Ja, ich war sowas von drupp. Wick Daymed und Paracetamol in hohen Dosen. Einen Tag vor Drehbeginn habe ich es aufgrund einer beschissenen Grippe gerade mal vom Bett bis zur Toilette geschafft. In gebückter Haltung, begleitet von fürchterlichen Schwindelgefühlen. Die Aussicht auf einen 16 stündigen Drehtag machte es nicht besser. Und die Vorfreude kaputt.

Aber es hat alles geklappt. Die “lila lustige Carina” hüpfte “naturblond” und “total aufgekratzt” durch die Wohnung. Was sollte der Spruch mit dem “naturblond”? Man weiß es nicht. Habe mich bereits vor langer Zeit von meinem Straßenköter Dasein verabschiedet und verabreichere meinem “güldenen Haar” eine ordentliche Portion Chemie. Gib ihm. Auch das Vorurteil des “rauhen Nordens” möchte ich mal hier beseitigen. Die Verabschiedung von Yvi und mir. Die Verabschiedung wurde ca. 3 Mal gedreht. Und immer raschelte es im Mikro bei der Umarmung. So entschieden wir uns dämlich vorkommend, für eine norddeutsch unterkühlte Verabschiedung.

Alles in allem war ich sehr zufrieden mit dem, was die Produktion sich da zurecht geschnitten hat. Alle verbalen Katastrophen wurden rausgeschnitten. Dennoch. Vor der Kamera zu stehen ist nicht schwer. Sich selbst hingegen anzugucken, dagegen sehr. Schwer ist es auch, sich Zuschauern und Kritikern zu stellen. Man kann es nicht Jedem recht machen. Man kann nicht Everybodies Darling sein. Darüber muss man sich durchaus im Klaren sein. Wenn man wie die Sau durchs Dorf geprügelt wird, darf man es sich nicht zu Herzen nehmen. Meist geht es dort ums Essen. doch der Bogen zur eigenen Person wird schnell gespannt. Das Essen zu kritisieren ist völlig in Ordnung und hat definitiv seine Berechtigung. Anderes sicher auch. Man mag es halt nur nicht lesen. Nicht schön. Man muss es einfach lassen, in einschlägigen Foren zu lesen. Obwohl es mir schwer fiel. In meiner Blogstatistik war zu erkennen, wo überall content über mich zu lesen war und in welchen Foren ein Link zu meinem Blog gesetzt wurde. Da bekommt man nervöse Finger und möchte lesen. Habe es aber gelassen und mich über die Resonanz gefreut, die direkt an mich adressiert war. Bereits am ersten Abend verzeichnete ich knapp 5000 Zugriffe auf dieser Seite und viele liebe, mir fremde Menschen haben einen Gruß hinterlassen. Ich hab mich wirklich sehr darüber gefreut und hoffe, den ein oder anderen demnächst vielleicht öfter hier begrüßen zu dürfen. Lediglich ein Kommentator “drohte” mit “Dieter Bohlen sollte Dir mal aufs Maul hauen” Fand ich irgendwie lustig. Sollte ich Dieter einmal treffen…ich werde es ihm ausrichten. Da ich aber nicht davon ausgehe, wird er nie die Gelegenheit dazu bekommen.

Auch Freunde, Bekannte und Familie standen ausnahmslos hinter mir. DANKE! Warten wir den Mittwoch ab – Da wird über unserem Niveau noch eine Kellerwohnung frei werden. Der Kameramann lag zwecks einfangen der Halterlosen Strümpfe unterm Tisch und wir: vor lauter Lachen. Stößchen.

Da ich aus meiner Blogstatistik ebenfalls entnehme, dass einige Leute die Kategorie “Podcast” aufrufen, vermute ich, dass der ein oder andere auf der Suche nach Thores Gesangskünsten ist. Dann wollen wir mal…

Weiterhin noch einige weitere Impressionen “Hinter den Kulissen” Viel Spaß dabei:

Derek und Thore im Interview

Technik, Technik, Technik

letzer Take - Ich höre Thores Podcast an

Ich war nicht wirklich allein in der Küche...

RSG – Ready Steady GO!

2010 Januar 25
von annagrassi

Es ist soweit. Das perfekte Dinner in Kiel ist heute in die erste Runde gestartet. Meine knock out Runde. Warum? Das kann man hier nochmal nachlesen. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich mich freuen oder primär für mich selbst schämen soll. Allein der Trailer hat meinen Nachbarn ein von mir lautes, zigfaches “Oh mein Gott” innerhalb von 8 Sekunden beschert.

Den Trailer habe ich dann an meine Eltern geschickt. Mit der Bitte ihn zunächst anzugucken und DANN erst zu entscheiden, wen der konservativen Verwand- und Bekanntschaft sie alles über die Ausstrahlung in Kenntnis setzen wollen. Bis jetzt keine Antwort. Oder Reaktion. Nichts. Sie ziehen es scheinbar vor, bereits jetzt schon nicht mehr mit mir zu reden. Oder sie befinden sich noch in der Schockstarre. Selbst ich – die wusste, was sie verzapft hat – habe nicht schlecht geguckt. Was für ein Profil. Und welch Kunst, die Worte, bzw. Sätze “Der wird heute geplückt” “Halterlose Strümpfe” “Schwanz” und “Maul aufreißen” in 8 Sekunden unterzubringen. Mehr geht nicht. Aber schlimmer geht immer. Verbale sowie physische Ausfälle garantiert.

An dieser Stelle ein Dank an meine Freunde, die hinter mir stehen –  komme was wolle und definitiv mehr amüsiert statt irritiert und brüskiert sind, mich auffangen, zu mir halten und supporten. Auch an meine Familie. Denn: Edit: Mein Vater war unglaublich amüsiert, den Trailer betreffen. Man muss sich doch sehr wundern…im positiven Sinne.

Ich denke, ich werde diese Woche noch öfter Reaktionen, Impressionen und Diskussionen einfangen und darüber bloggen. Denn wenn man auf dem Campus mit Erdnüssen beschmissen wird, ist es durchaus eine Impression, die auf dieser Oberfläche in Gestalt von Artikeln verarbeitet werden kann.

Ich werde mich jetzt wieder in die Blase der surrealen Welt begeben und alles auf mich wirken lassen. Zu drehen, vor der Kamera zu stehen ist nicht schwer. Sie das alles im Nachhinein anzugucken, dagegen sehr.

Zum Schluss möchte ich mich noch ein bißchen “Werbung” machen, für all die, die sich für das ein oder andere Gesehene Interessieren. Ich kenn das. Man googlet sich einen Wolf mit besorgniserregenden Suchphrasen, die ungefähr aussagen sollen, wo Kandidat xy das Paar rutschfeste Socken her hat.

Am Montag habe ich den ganzen Vormittag über ein T-Shirt des kleinen Kieler Streetware Labels Phalanx Apparel getragen. Ein kleines Unternehmen, in das einer meiner Kommilitonen sein ganzes Herzblut legt. Definitiv eines meiner Lieblingsstücke.

Abends hatte ich ein Kleid von Skunkfunk an. Dieses und alle weiteren Klamotten, die ich getragen habe, kann man im Kieler Shop Cyroline kaufen. Es wird nicht alles auf der Seite online zu finden sein. Einfach in Kiel vorbeischauen oder Anfragen.

Und wer sich für die Ölgemälde, die sich in der Nähe es Esstisches befanden interessiert: Es handelt sich um putzige Tierchen des Fiskemalers. Um in diesem Zusammenhang eins loszuwerden: Nein, ich bekomme kein Geld dafür, dass ich hier “Werbung” mache und nein, ich wurde auch nicht gesponsort, es handelt sich um Freunde und Bekannte von mir, denen ich hiermit vielleicht einen Gefallen tun kann.

Und zum anderen: Vielleicht interessiert es ja tatsächlich jemanden. Und ich konnte somit helfen. Happy to help =)

Montag gehts los – Das perfekte Dinner

2010 Januar 23
von annagrassi

Montag gehts los und ich bin fürchterlich aufgeregt. Heute war sowohl online als auch offline schon einiges los. Ein Interview für Radio Schleswig-Holstein, das in Carsten Köthes Frühstücksclub on air gehen wird, ein Interview mit dem Printmagazin KIELerLEBEN, das am Sonntag online gehen wird und natürlich die Vorschau auf die kommende Woche, die gestern bereits nach der 1000sten Folge lief:

Ausserdem gab es heute noch einen großen Artikel in den Kieler Nachrichten mit tollen Fotos, die alles ein bißchen auch “hinter den Kulissen einfangen.

Ich wünsche allen Zuschauern vom perfekten Dinner viel Spaß. Und natürlich wünsche ich auch uns Kandidaten viel Spaß. Denkt daran: In diesem Sumpf werden wir alle gemeinsam untergehen. Und wer sich weigert, dem droht Punktabzug. Auf dass wir sie alle abholen, einfach aufgrund der Tatsache, dass wir alle unglaublich gut zu pass sein werden. Stößchen!

Quelle: Kieler Nachrichten vom 23. Januar 2010, Journal Seite 3

Die Terror WG

2009 Dezember 28
von annagrassi

Es gehört schon irgendwie dazu. Es gehört dazu, während seines Daseins als Student in einer WG zu wohnen. Da ist was los. Da pulsiert das Leben. Schlafen kann man, wenn man tot ist. Und wenn das so weitergeht, werde ich aller Voraussicht nach bald das Zeitliche segnen. Die Rede ist von der Terror WG ein Stockwerk über unserer, zeitweise ebenfalls sehr lebhaften WG.

Auch wir sind keine Kinder von Traurigkeit und Verfechter der Stille. Im Gegenteil. Eigentlich zu zweit, sind wir teilweise zu viert. Der Gatte meiner Mitbewohnerin und einer meiner Kommilitonen. Als Mitschläfer oder saisonale, semestrale Teilzeitmitbewohner stets gern gesehene Gäste. So wird direkt morgens um 7.30h schon Stimmung verbreitet. Radio läuft auf launiger Lautstärke. Dazugehörige Boxen sind weiträumig und großzügig in der Wohnung verteilt. In der offenen Küche werden die Kaffepads in die Senseo gebastelt und das Geschirr aus den Schränken gerödelt. Aus dem Badezimmer pöbelt der Erste den Zweiten in der Küche an. Aus der Küche pöbelt der Zweite den Ersten im Badezimmer an. Der Dritte pöbelt im Flur den Ersten und den Zweiten an, dass der Vierte noch schlafen würde. Kurze Zeit später pöbeln der Erste und der Dritte gemeinsam aus dem Badezimmer den Zweiten in der Küche an. Der Vierte schläft immernoch. Trotz offener Wohnung.

Nachts. Nachts wird die Feiergemeinde mit in die Wohnung genommen. Mitten in der Woche. Im vollen Kopp. Mit viel Lärm und aufgerissener Anlage fallen Gläser der Schwerkraft zum Opfer, es wird gejohlt, es wird gegröhlt. Ohne Rücksicht auf Verluste. Als Dankeschön werden zwischen Aschenbechern, leeren Wein- und Bierflaschen von dem abermals schlafenden Vierten im Morgengrauen Muffins gebacken. Und mir vor die Tür gestellt. Auf die Entschuldigung hin, dass es hier aussähe wie Sau, kam nur stumpf: “Wie solls denn sonst aussehen, nach einer Party?! Ich hatte nur Angst, dass Ihr bei Eurem Mitternachtsimbiss alle Eier verbratet. Und ich keines mehr für Deine Muffins gehabt hätte”.

In einer anderen, mir befreundeten WG herrscht ein anderer Terror. Der subtile Terror. So wird dort, sollte jemand in die Versuchung kommen, etwas länger, als die scheinbar vorgeschriebenen 7 Minuten duschen, konsequent das heiße Wasser ausgestellt. Herzzerreißend, den Gedanken daran, dass jemand wie ein Muppet unter der Dusche steht, den Blick hilflos gen Brause richtet und nicht weiß, wie ihm geschieht. Schaumig. Nachdem er morgens bereits liebevoll von einem Staubsauger, der zornig und neidvoll an die Zimmertür schepperte, geweckt wurde.

Oder in einer wieder anderen Terror WG, wo es scheinbar Usus ist, den Schlüssel seines Mitbewohners zu verstecken, sodass diesem der Zugang zur Wohnung verwehrt bleibt. bleiben muss. Wie unauffällig, in Anbetracht der Tatsache, dass nur wenige Minuten später eine SMS an die “Schwester” versendet wird, die “fälschlicherweise” an den unliebsamen Mitbewohner adressiert ist, mit dem Inhalt “Wie kann ich diesem Spacken fristlos kündigen” So oder so ähnlich. Wie erwachsen.

Ein ganz anderes Format ist die bereits Eingangs erwähnte Terror WG eine Etage über unserer, im Rückblick feststellend, doch recht friedlichen WG. Nach anfänglichem Gekloppe, Gebohre und Gehämmer dürfen wir nun Tag für Tag miterleben, oder besser gesagt, rätseln, welch Treiben sich dort oben wohl abspielen mag. Morgen für Morgen sitzen wir am Frühstückstisch, grübeln und spielen Schnick Schnack Schnuck, wen das Los trifft, hoch zu gehen, um mal nachzufragen. 3-4 Mal am Tag hört es sich an, als würde der Kollege dort oben einen Kleiderschrank verschieben. Ich tippe auf eine Ausziehcouch, die auch schonmal bessere Zeiten erlebt hat.

Dass diese Couch schonmal bessere Zeiten erlebt haben MUSS, liefert mir neuerdings Morgen für Morgen folgender Beweis. Der werte Herr Krachschläger hat eine Uschi am Start, die er zu für mich nachtschlafender Zeit – in der Regel morgens um neun – gepflegt wegruppt. Ich warte auf die ersten Brösel, die von der Decke rieseln oder dass die Decke gar ganz einbricht und ich zwei korpulierende, nackte Körper in meiner Mitte begrüßen darf. Ich sollte anfangen, die Beiden anzufeuern. Wobei ich bezweifle, dass die Performance, Action betreffend, noch zu steigern ist. Aber Ihnen lediglich das Gefühl zu vermitteln, dass es in gewisser Weise eine menage a trois ist, ist schon lustig. Dass mich dieser Krach nunmehr regelmäßig aus dem Tiefschlaf holt, wiederum bedenklich.

Heute musste ich zum ersten mal bemerken, dass noisy-guy im Besitz einer E-Gitarre ist. Eine gute halbe Stunde wurde gezupft, gerupft, geübt, bis die ersten Akkorde von “smoke on the water” endlich saßen. Um 22h setzte dann das Schlagzeug ein. Um 22.30h das Keyboard und nun, um 23h muss ich feststellen, dass die Herrschaften auch im Besitz diverser Mikrofone sind und sich nicht scheuen, ein paar Töne aus tiefstem Herzen zum Besten zu geben.

Frage mich mittlerweile, ob die Mieter eine Etage unter uns hören, wenn wir ein paar Golfbälle durch den Flur wuchten, die dann nicht weniger lärmend einen Weg von 3 bis 4 Metern murmeld zurücklegen, bis sie eingelocht werden. Mit den High Heels das Laminat bearbeiten oder am kreischen sind, als würden wir unserer eigenen Schlachtung zum Opfer fallen. Mädchen…

Wenn wir das nächste Mal im Begriff sind, uns durch die Wand zu unterhalten, nachdem wir auf diese voller Spaß und Albernheit eingekloppt haben, um der Aufmerksamkeit Einzug zu gewähren, sollten wir bedenken, dass das ganze Haus an unserer Konversation teilhaben kann. Auch morgens. Wenn es wieder heißt: “Der Vierte schläft” und viele andere auch…

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Stöckchen: “Was ist Social Media für Dich?”

2009 Dezember 22

Ich wurde mit einem Stöckchen beschmissen. Im Alter lässt die Reaktionsfähigkeit nach. Ausweichen zwecklos. Klappt eh nicht. Sonst werd ich tendentiell auch eher mit Erdnüssen beschmissen. Diesmal aber wie gesagt ein Stöckchen. Kommt von Daniela. Ein sehr interessantes Stöckchen, wie ich finde. Und los gehts:
Was bedeutet Social Media für Dich persönlich?

Soziale Interaktion und Kollaboration auf der einen Seite. Lernen und berufliches Weiterkommen auf der anderen Seite. Zudem kommt noch der wirtschaftswissenschaftliche Selbstversuch einer personifizierten Selbstvermarktungsmaschinerie meiner Online Persona hinzu. Mein Professor fasst es in etwa mit folgenden Worten zusammen: “Sie sind exhibitionistisch veranlagt”. GENAU so, um es auf den Punkt zu bringen. Nicht etwa nur “in etwa”. Worauf auch immer ich meinen Schwerpunkt dabei lege. Eines steht für mich fest. Social Media hat mein Leben definitiv bereichert. Und ich weiß, wohin mein beruflicher Weg mich später führen wird. Führen soll. Das wünsch ich mir. Warum man so einen Quatsch beruflich machen soll? Weil ich ein Marketier bin. Und weil Marketiere sich damit auseinandersetzen sollten. Und warum? Darum:

Dass ICH es muss, ist vielleicht falsch ausgedrückt. Ein Unternehmen muss es. Und mir macht es einfach nur Spaß. Ich besitze eine stark ausgeprägte Affinität zu dem ganzen Social Media Quatsch. Und warum nicht sein Hobby zum Beruf machen? Wer sich selbst “vermarktet”, kann auch Produkte vermarkten. Das gilt nicht nur für mich, sondern für uns alle. Wir alle vermarkten uns in gewisser Weise im Social Media Bereich.

Hier nun meine Top 3 im Social Media Bereich und meine ganz persönliche Geschichte dazu:

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Na?! Tag Horst! – Rügen?

2009 Dezember 19

In den letzten zwei Tagen bin ich meinem Dasein als Multijobber mal wieder nachgegangen. Und was gibt es Schöneres, als sich bei klirrender Kälte, Schneegestöber und 800 Urlaubskatalogen in einem Bollerwagen auf die Reise zu machen? Nichts. Frauen haben ja immer das Problem, nicht zu wissen, was sie anziehen sollen. Ich hab einfach mal alles angezogen. Alles, was mein Kleiderschrank hergab. Bewegungseingeschränkt hab ich mich auf den Weg gemacht. Mit dem Bus. In die Innenstadt. So dick angezogen wie ich war, hab ich mir im Bus gleich mal zwei Plätze gegönnt. Unterwegs gab es Radio inklusive Nachrichten auf die Ohren: “Halten Sie sich nicht zu lange draußen auf” oder aber auch: “Kiel, minus 8°C”. Der Klopper: “Gestern sind bereits 10 Menschen vor Kälte umgekommen” Dachte mir so: Tu ich heute mal was für die Statistik und reiß auch den Arsch hoch. mehr lesen…

Wenn Seebaeren mal die Sau rauslassen

2009 Dezember 13
von annagrassi

Am vergangenen Donnerstag, den 10. Dezember 2009 war es soweit. Meine erste Weihnachtsfeier in meiner von mir sehr geliebten Agentur “Die Seebaeren”.

Eigentlich war ich ja noch am Arbeiten, als mir mein Chef das erste Glas Bier auf meinen Schreibtisch knallte, nachdem er mit unserem Medien-Seebaeren zu irgendeinem Gassenhauer aus vergangenen Zeiten mit einer geschätzten 10 Liter Flasche Flensburger über den Teppich grätschte und Luftgitarre spielte. Da soll sich einer konzentrieren können. Kann kein Mensch. mehr lesen…

Dinnerwahnsinn

2009 Dezember 8
von annagrassi

Vor einiger Zeit habe ich einen Blogeintrag über mein Dinnercasting veröffentlicht. Der Edit einige Tage später beinhaltete in etwa die Worte “Ich bin dabei”.

Und ich war dabei. Besser gesagt, mittendrin statt nur dabei. Mitten im ganz normalen Wahnsinn einer TV Produktion. 5 Tage lang geistig abgeschottet von der Außenwelt, dem Alltag, den Menschen, mit denen man sonst so seine Zeit verbringt.
Statt dessen 4 großartige Mitstreiter und ein großartiges 12-köpfiges Produktionsteam, das keine Gelegenheit ausgelassen hat, die Kandidaten galant charmant in die Scheiße zu reiten.
Montag habe ich den ganzen Tag rumgezickt. Wollte dem Realisator suggerieren, dass ich seine Fragen und Anmerkungen scheiße finde. Gesichtsentgleisungen vor laufender Kamera inklusive.

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